Was ist der Unterschied zwischen einer Solaranlage und einer Photovoltaikanlage?


Was ist der Unterschied zwischen einer Solaranlage und einer Photovoltaikanlage?

Solaranlage vs. Photovoltaik

Solaranlage

Wussten Sie, dass die Sonne unvorstellbare 1,5 * 10^18 kWh an Energie liefert und das pro Jahr! Diese Menge entspricht etwa der 10000fachen Menge an Energie die pro Jahr auf der Erde gebraucht wird?

Die Welt verändert sich. Die globale Temperatur erhöht sich. Doch wie können wir diese Energie auf unserer Erde sinnvoll nutzen, um Elektrizität und Wärme zu generieren?

Tolle Möglichkeiten gibt es ja bereits auf dem Markt, nämlich die Solarheizung und die Photovoltaikanlage! Wer allerdings die Anschaffung einer Solaranlage plant, steht zuerst vor der Entscheidung, welche Technologie für den eigenen Haushalt sinnvoller ist: Photovoltaik oder Solarthermie? Wir beschreiben Ihnen die Unterschiede zwischen den zwei Systemen, die oft synonym gebraucht werden, und geben Tipps, wann – und ob – welches System vorteilhafter ist


Definition von Solaranlage und Photovoltaikanlage:

 

Geht es um Sonnenenergie fallen oftmals die Begriffe: Solar, Photovoltaik, Solarthermie, Solaranlage etc. doch ist das wirklich alles das selbe?

Die Vielzahl der Begrifflichkeiten kann schon mal zu Verwirrungen führen. Doch eines sei gesagt, es handelt sich dabei nicht um dasselbe. Essentiell sind die Begriffe Solarthermie und Photovoltaikanlage. Beide Technologien erzeugen mit Hilfe der Sonne Energie, lediglich auf unterschiedliche Art und Weise.

Photovoltaikanlage:

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenenergie in elektrischen Strom um, welcher im Haus genutzt werden kann. Dies passiert genauer gesagt in den Solarzellen. Hier wandern Elektronen während der Sonneneinstrahlung zwischen zwei unterschiedlichen Materialien hin und her.

Solaranlage:

Eine Solaranlage (auch Solarthermie genannt) fängt Sonnenstrahlen über Sonnenkollektoren ein, dabei erhitzt eine Flüssigkeit in dünnen Rohren, welche über einen Rohrkreislauf zu einem Speicher gelangt. Die erzeugte Solarwärme wird über einen Wärmetauscher zu einem Speicher im Haus weitergeleitet und zum Heizen oder Erwärmen des Trinkwassers verwendet. Die zum Kollektor zurückfließende, abgekühlte Flüssigkeit wird anschließend von der Sonne erneut erwärmt.

Photovoltaik produziert also Strom und eine Solaranlage erzeugt Wärme. Beim Ort der Anbringung, nämlich in den meisten Fällen auf Hausdächer, besteht kein Unterschied. 


Entscheidungshilfe: Solaranlage vs. Photovoltaikanlage im Vergleich:

Doch welche Kriterien sprechen für den Einsatz von einer Solaranlage und welche für eine Photovoltaikanlage? Immerhin kann die vorhandene Fläche nicht für zwei Dinge gleichzeitig genutzt werden. Mit Ausnahme von Kombimodulen, welche jedoch lediglich die Fläche eines Moduls auf Panel und Kollektor aufteilen.

Zuerst einmal muss überlegt werden, was man überhaupt erzeugen möchte? Denkt man über einen Heizungstausch nach, wird man sich in erster Linie für eine Solaranlage entscheiden, da ja Wärme erzeugt werden soll. Möchte man hingegen Strom erzeugen, wird die Entscheidung auf eine Photovoltaikanlage fallen.

Vorteil einer Solaranlage ist der hohe Wirkungsgrad, da die Anlage im Vergleich zu einer Photovoltaikanlage weniger Dachfläche benötigt. Zusätzlich sind Solaranlagen kostengünstiger als Photovoltaikanlagen, in Bezug auf die Anschaffung.

Photovoltaikanlagen sind im Gegensatz zu Solaranlagen jedoch vielseitiger einsetzbar. Denn der Strom, der produziert wird, kann in allen Geräten des Haushaltes und darüber hinaus auch noch beispielsweise für die eigene Elektromobilität verwendet werden. Außerdem kann der selbst erzeugte Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Photovoltaikanlagen haben auch die Möglichkeit Sonnenstrahlung für einen späteren Zeitpunkt zu speichern. Dazu muss die Anlage mit einem Speicher ausgestattet sein.


Aufbau einer Solaranlage und einer Photovoltaikanlage:

Eine Photovoltaikanlage besteht aus Photovoltaikmodulen, welche wiederum aus Solarzellen bestehen. Der durch Sonnenlicht erzeugte Solarstrom wird mittels Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt. Optisch unterscheiden sich die Photovoltaikmodule von den Modulen einer Solaranlage, indem die Photovoltaikmodule ein „kariertes“ Muster aufweisen, während die Solaranlage aus „gestreiften“ bzw. parallel zueinander liegenden Röhren besteht.

Die Photovoltaikmodule bestehen aus kleinen miteinander verbundenen monokristallinen Modulen, blau schimmernden polykristallinen Modulen oder schwarzen Dünnschichtmodulen.
Solaranlagen bestehen aus Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren. Vakuumröhrenkollektoren sind im Vergleich zu Flachkollektoren in ihrer Wirkung noch effizienter.

Sollte der benötigte Heizbedarf jedoch nicht vollständig gedeckt werden, kann ein zusätzlicher Wärmeerzeuger Abhilfe leisten. Dies gewährleistet, dass genügend Warmwasser im Haus vorhanden ist. Beim Strom, den die PV Anlage erzeugt, läuft es ähnlich ab. Ihr macht euch mit einer Photovoltaikanlage nicht gleich zu einem Stromselbstversorger, da ja ausschließlich Strom während der Sonneneinstrahlung produziert wird. Umso stärker die Einstrahlung, umso mehr Strom wird produziert.


Gründe für eine Solaranlage:

Die Sonne ist ein wertvoller Energiebringer. Doch lohnt sich eine Investition in eine Solaranlage? Hier einige Gründe für die Anschaffung einer Solaranlage. 

Vorteile einer Solaranlage:
– Senkung des CO2 Ausstoßes
– Verwendung erneuerbarer Energie
– Flexible Installation (egal ob Flachdach, Pultdach oder Schrägdach)
– sinkende Energiekosten – kostenloser, langfristiger und verlässlicher Wärmelieferant
– keine Brennstoff- und Verbrauchskosten
– höhere Unabhängigkeit von Energieversorgern
– hohe Förderungen
– langlebig, wartungsarm und zuverlässig

Fakt ist: Je höher der Strompreis steigt, desto mehr lohnt sich eine Solaranlage!


Schritt für Schritt zur Solaranlage:

Eine Solaranlage nutzt, wie schon gesagt, die Energie der Sonne, um sie in Wärme umzuwandeln. Also einfach Solarmodule auf dem Dach montieren, verkabeln und los geht´s? Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Hier in groben Zügen wie Sie zur Solaranlage kommen…

1. bei Neubau: Haustyp planen (Flachdach, Schrägdach, Walmdach, Pultdach etc.)
2. Dachfläche berechnen
3. Dachneigung berechnen
4. Ausrichtung planen

Damit die Solaranlage aber wirtschaftlich bleibt, spielt die richtige Ausrichtung der Solaranlage eine wichtige Rolle. Außerdem muss genügend Sonneneinstrahlung vorhanden sein und das Dach soll eine optimale Ausrichtung und Neigung aufweisen.


Fazit:

Die Nutzung einer Solaranlage vermeidet für die Heizung eines durchschnittlichen Einfamilienhaus pro Jahr 840kg CO2 beim Heizen. Sie sparen dabei nicht nur 250 Euro Heizkosten pro Jahr, sondern werden zusätzlich zu Retter. Diese Menge CO2 entspricht nämlich 67 Bäume. Somit retten Sie und Ihre Familie durch den Erwerb und die Verwendung einer Solaranlage fürs Heizen pro Jahr 67 Bäume!

Sollten Sie sich trotzdem noch fragen, ob sich der Umstieg auf eine Solarthermie lohnt oder Fragen zu Förderungen haben, lesen Sie unseren Blogbeitrag zu den Förderungen einer Solaranlage oder kontaktieren Sie uns. Wir sind gerne für Sie da!

Schreibe einen Kommentar

Ihre Mailadresse wird nicht publiziert.

Kommentar schreiben