Jetzt ist Schluss mit Öl- und Kohleöfen sowie Gaskesseln


Jetzt ist Schluss mit Öl- und Kohleöfen sowie Gaskesseln

Neues Regierungsprogramm: Zahlreiche Maßnahmen zur Umwelt- und Energiepolitik…

Mittlerweile sind Ölheizungen schon seit über 70 Jahren im Einsatz. In den 1950er-Jahren konnte man sogar einen enormen Aufschwung von diesen verzeichnen. Grund für den starken Einsatz von Ölheizungen war, dass die Rohstoffpreise zu diesem Zeitpunkt sehr günstig waren und es so zu einem großen Zustrom von Ölheizungen kam. Die bis dahin vorherrschende Kohleheizung wurde somit abgelöst.

Vor allem profitierten Gebäude, welche in ländlichen Regionen standen von der Autonomie eines Ölkessels. Gasanschlüsse waren damals meist noch nicht vorhanden. Doch mittlerweile hat sich vieles geändert.

Heutzutage werden auf nachhaltige und erneuerbare Heizalternativen gesetzt…


Neues Regierungsprogramm: Maßnahmen für die Umwelt

Das neue Regierungsprogramm der ÖVP und der Grünen, welches Anfang Jänner 2020 bekannt gegeben wurde, beinhaltet zahlreiche Maßnahmen zur Umwelt- und Energiepolitik in Österreich.

Zum einen damit die festgelegten Klimaschutzziele und zum anderen um die geplante Klimaneutralität bis 2040 erreicht werden können.

In Zukunft soll auf die Verbrennung von Heizöl, Kohle und fossilem Gas zur Wärmeerzeugung verzichtet werden. Österreich will die Energiewende und raus aus dem Öl und aus der Kohle. Daher muss auf erneuerbare Energien gesetzt werden.

Fernwärme soll dabei forciert werden. Aber auch im Straßenverkehr soll es eine große Umstellung der Wirtschaftsweise speziell im Hinblick auf die Energiewirtschaft, in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff geben. Die Taxis sollen dabei unter den ersten sein.


Installationsverbot neuer Gaskessel

Ab heuer soll auch das „Phase Out“ aus fossilen Energieträgern in der Raumwärme einsetzen. Mit diesem soll das Ziel verfolgt werden, dass bis 2035 Schluss mit Öl- und Kohleheizungen ist und keine Neuinstallationen mehr in Neubauten geben darf.

Kessel, die älter als 25 Jahre sind, müssen ab 2025 ausgetauscht werden. Damit ab 2035 sämtliche Kessel der Vergangenheit angehören. Im Neubau sollen zudem ab 2025 keine Gaskessel mehr zulässig sein.

Somit sollen die Gasnetze zur Raumwärmeversorgung nicht weiter ausgebaut werden. Ausgenommen sind Verdichtungen innerhalb bestehender Netze.


Ausbau von erneuerbaren Energieträgern

Die Regierung hat sich gemeinsam mit den Bundesländern zum Ziel gesetzt eine österreichische Wärmestrategie zu entwickeln, um eine vollständige Dekarbonisierung des Wärmemarktes zu erreichen. Ein Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG), um das lange Zeit gerungen wurde, wird laut Regierungsplan so rasch wie möglich erlassen. Es erfasst als Sammelgesetznovelle mehrere Gesetze und zieht eine Ökostromförderungsreform mit sich.

Bis 2030 soll die Stromversorgung auf 100 % Ökostrom bzw. Strom aus erneuerbaren Energieträgern umgestellt werden.

100 % Strom aus Erneuerbaren bedeute einen Zubau von rund 27 Terawattstunden (TWh). Angestrebt ist, bis 2030 eine Photovoltaik-Erzeugungskapazität von elf TWh zuzubauen, bei Wind wird dies mit zehn TWh beziffert, bei Wasserkraft sind es fünf TWh, bei Biomasse ein TWh.

Der Ausbau soll, unter Berücksichtigung von Vorlaufzeiten, einem zehnjährigen linearen Pfad folgen, gibt das Regierungsprogramm vor. Das Ausmaß des Unterstützungsvolumens orientiert sich daran. Im dreijährigen Mittel darf laut künftiger Regierung dabei ein Jahres-Maximum von einer Milliarde Euro nicht überschritten werden. Innovative Sonderprogramme im Klima- und Energiefonds bleiben aber möglich. Den Anti-Atomkraft-Weg wird Österreich konsequent weitergehen, heißt es im Regierungsprogramm. (APA/Red)

2 Kommentare

  1. Wenn die Stromversorgung zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen kommen soll bis 2030, dann gehören aber auch vereinfachtere Programme zur Förderung installiert, (bzw. Kunden naher) nicht das mit einem bestimmten Stichtag/Zeitpunkt ein paar Minuten später die ganzen Förderungen ausgeschöpft sind für ein Jahr, weil findige Programmierer – Programme schreiben, und man als Privatperson gar keine Chance mehr hat einen Online Antrag zu stellen um eine Förderung zu erhalten.
    Denn als Kunde ist man dann wieder gezwungen mit Unternehmen zusammen zu arbeiten die eine Solche Technologie nutzen, um Anträge (z.B. für Photovoltaik) binnen Sekunden einreichen zu können. Wo bleibt da die Fairness gegenüber Klein- und Mittelbetrieben die regional tätig sind.

  2. Lieber Herr Holzer, danke für Ihren Beitrag…
    Demnächst kommen Informationen über diverse Förderungen, welche sicher interessant sein werden für Sie!

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