Ist eine Regenwassernutzung sinnvoll?


 Ist eine Regenwassernutzung sinnvoll?

Trinkwassereinsparung durch die Regenwassernutzung

Regenwassernutzung

Endlich Sommer und Temperaturen über 30 Grad Celsius… Gerade im Sommer, in Trockenperioden wird uns oft erst bewusst, wie wichtig Wasser eigentlich ist und zu welchen Problemen es kommen kann, wenn diese Ressource zur Mangelware wird.

Es wird nicht viel darüber nachgedacht, wo das Wasser herkommt, ob genug vorhanden ist – Hauptsache die Swimming Pools und Bäder können gefüllt werden. Hobbygärtner pflanzen Gemüse und Obst für die Sommermonate an, die reichlich gegossen werden müssen, um auch Ertrag bringen zu können. Kommt es in diesen Wochen dann längere Zeit nicht zu Regen, belastet dies oft sehr stark die öffentliche Trinkwasserversorgung unserer Gemeinden. Daher ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass Trinkwasser durch Regenwasser ersetzt wird, wo immer es nur möglich ist.

Laut dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus liegt der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch in österreichischen Haushalten bei 130 Liter pro Tag und Kopf.
Lediglich 3 Liter davon werden zum Kochen und zum Trinken benötigt. Der Rest wir beispielsweise verbraucht für Toilettenspülungen 25 %, zum Wäschewaschen 10 % und im Außenbereich für Pool, Pflanzen etc. rund 14 %. Gerade für diese Zwecke ist das weiche Regenwasser besonders gut geeignet. Werden diese Wasserverbraucher mit Regenwasser betrieben, so spart eine Familie ca. 30 – 50 % der Trinkwasserkosten. Eine Regenwasser-Nutzanlage macht sich daher bereits nach kurzer Zeit bezahlt.

Nachstehend erläutern wir, warum eine Regenwasser-Nutzanlage Sinn macht, wofür man Regenwasser einsetzen kann und welche Vorteile diese der Einsatz von Regenwasser bringt..


Wofür bzw. wo macht eine Regenwassernutzung Sinn?

Regenwassernutzung1Die häufigste Regenwassernutzung ist die Bewässerung von Gemüse, Obst, Pflanzen und Bäume etc. sowohl im Haus als auch rund ums Haus, wie Balkon und Garten. Die Verwendung von Regenwasser beim Gießen von Pflanzen etc. trägt nicht nur zur Ressourcenschonung bei, sondern auch für Pflanzen bringt es eine positive Wirkung mit sich. Denn das weiche Regenwasser ist für Pflanzen oftmals viel verträglicher, als das im Verhältnis härtere Trinkwasser.

Problematisch ist die steigernde Versiegelung von Äcker und Wiesen, sodass wertvolles Regenwasser nur über Kläranlagen, in Bäche, Flüsse oder andere Gewässer abrinnen kann. Wichtig wäre es jedoch, diese natürliche Versickerung anzustreben, um Kanal und Kläranlagen zu entlasten, Überflutungen und Überschwemmungen zu vermeiden und so den Grundwasserhaushalt zu stabilisieren. Aus diesen genannten Gründen ist es sinnvoll, dass Sie darauf achten, wasserdurchlässige Lösungen in Form von Zufahrten, bei Abstellflächen oder Wege, auf Ihrem Grundstück zu integrieren.

Manche Kommunen in Niederösterreich fördern diese Regenwasserbewirtschaftung sogar, indem die Kanalgebühr um 10 % verringert wird, wenn das Regenwasser versickern darf und nicht in den Kanal laufen muss. Es gibt jedoch noch viele weitere sinnvolle Nutzungen als Alternative zum Trinkwasser. Hierzu zählt zum Beispiel die Verwendung des Regenwassers bei der WC-Spülung oder auch bei der Waschmaschine. Selbst Gartenteiche können mit Regenwasser im Hochsommer bei Verdunstung wieder aufgefüllt werden. Beachten sollte man hierbei nur, dass die pH-Werte nicht zu niedrig sind.


Wie schaut eine Anlage zur Regenwassernutzung überhaupt aus?

Grundsätzlich sind nur wenige Bestandteile für die Anlage erforderlich. Eine Regenwassernutzungsanlage besteht aus:

– einem Leitungssystem, welches vom Trinkwasser getrennt ist
– einem Regenwasserspeicher
– einer Pumpe

Das Regenwasser, welches über die Dachflächen über Fallrohre und Filter gesammelt wird, wird in einem großen Speicher (Kunststoff oder Beton) gesammelt. Dieser ist in den meisten Fällen im Garten unter der Erde zu finden, aber auch des Öfteren im Keller aufgestellt.


Wie wird Regenwasser eigentlich gesammelt?

Zur Sammlung vom Regenwasser gibt es verschiedenste Möglichkeiten.
Regenwasser kann entweder im Innenraum, meist Keller gespeichert werden (wie oben schon erwähnt), oder im Außenbereich, meist im Garten.

Die Außenvariante hat den Vorteil, dass auf keinen Stauraum im Keller verzichtet werden muss. Alte Klärgruben können auch oftmals als Regenwasserspeicher verwendet werde. Wichtig dabei ist, sich diesbezüglich über die rechtlichen Vorschriften in der Gemeinde zu informieren. Die kühle und dunkle Lagerung im Erdboden reduziert Verkeimung und Veralgung des Regenwassers.

Das Abfließen des Regenwassers über die Dachrinne des eigenen Hauses oder auch Gartenhauses, ermöglicht die Sammlung in einer darunterliegenden Regentonne. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass Dächer aus Kupfer und Zink unlösliche und lösliche Metallverbindungen abschwemmen können. Diese können unter Umständen schädlich für unsere Umwelt sein. Bei Bitumenabdichtungen von Dächern mit Teerpappe ist ebenfalls abzusehen, da diese Biozide freisetzen können. 


Welche Vorteile bietet die Regenwassernutzung gegenüber dem Trinkwasser?

Regenwasser3

Die Regenwassernutzung bietet, aber nicht nur den Vorteil, dass die Umwelt geschont wird, sondern hat noch viele weitere tolle Aspekte:

Reduktion von Trinkwasserkosten
Einsparung der Ressource Trinkwasser
– Geeignet für die Nutzung von WC-Spülungen
Speicher befüllt sich während Regenzeiten automatisch
Entlastung der öffentlichen Trinkwasserversorgung während Trockenperioden


Ist die Regenwassernutzung auch bei Kühlungen und Klimaanlagen möglich?

Da künftig mehr denn je Energie und Ressourcen gespart werden müssen, ist Regenwasser ideal und bietet im Vergleich zur Kühlung mit Trinkwasser mehrfach Vorteile. So entfällt beispielsweise die Gebühr für das Trinkwasser und für die Ableitung von Niederschlagswasser. Zudem muss Regenwasser nicht enthärtet werden und spart dadurch Betriebskosten für die Entsalzung.

Zur Kühlung kann Regenwasser als Alternative zu chemisch aufbereitetem Trinkwasser und zur direkten Verdunstung in Kühltürmen und zur indirekten Verdunstungskühlung bei der adiabaten Abluftkühlung verwendet werden.


Fazit:

Einen großen Vorteil der Regenwassernutzung ist, dass die Trinkwasservorräte und die Umwelt geschont werden können. Sie entlastet Kanalisation und Kläranlagen bei starken Regenfällen. Regenwasserrückhaltung trägt außerdem zur Senkung der Hochwassergefahr bei.

Wer seine Wäsche mit Regenwasser wäscht, reduziert durch das weiche, kalkfreie Wasser den Waschmittelverbrauch. Auch der nachträgliche Einbau einer Anlage ist ohne Probleme möglich. Eine Baugenehmigung wird nicht benötigt.

Sie haben Interesse an einer Regenwassernutzungsanlage, gerne beraten wir Sie in einem unverbindlichen Beratungsgespräch! Kontaktieren Sie uns telefonisch unter 02758 80 980 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@kausl.com. Gerne können Sie auch nachstehendes Kontaktformular ausfüllen – wir setzen uns umgehend mit Ihnen in Verbindung!

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