Die 4 teuersten Fehler beim Heizen


Die 4 teuersten Fehler beim Heizen

Folgende Tipps sollten Sie beim Heizungsstart unbedingt beachten!

Wärme im eigenen Zuhause ist nicht nur ein menschliches Bedürfnis. Denn vor allem im Winter ist es vielmehr ein MUSS, um sich geborgen- und wohlfühlen zu können. Für warme vier Wände ist eine funktionierende Heizungsanlage notwendig.

Mithilfe der Anlage wird das Haus auf die gewünschten Temperaturen geheizt, wodurch es in vielen Fällen erst gemütlich wird. Doch beim Heizen passieren oft Fehler, die zu unnötigen hohen Kosten führen. Dabei lässt sich falsches Heizen leicht vermeiden.

Eine Heizung zu bedienen scheint zunächst nicht wie eine komplizierte Angelegenheit. Und doch begeht man, bewusst oder unbewusst, so manchen Fehler beim Heizen mit mehr oder weniger starken Auswirkungen. Lesen Sie hier mehr darüber…


Was heißt richtig Heizen?

Richtig heizen bedeutet, bewusster heizen!

In einer Wohnung muss es nicht unbedingt 25 Grad warm sein. Die optimale Raumtemperatur liegt bei ungefähr 20 Grad. Im Badezimmer können es schon ungefähr 22 Grad sein, aber in anderen Räumen genügen oft weniger. Beispielsweise sorgen der Backofen oder der Kühlschrank in der Küche für Wärme. Im Schlafzimmer sollten für einen gesunden Schlaf ohnehin nur 18 Grad vorherrschen.

Jedes Grad weniger spart Heizenergie. Nach Schätzungen spart man pro Grad bis zu ungefähr sechs Prozent Energie.


Warum ist richtiges Heizen überhaupt wichtig?

In erster Linie hat das ganz einfach „finanzielle Gründe“. Die Heizkosten betragen in jedem Haushalt einen erachtlichen Kostenanteil. Denn jede Kilowattstunde an Heizwärme die nicht verbraucht wird, ist bares Geld wert. Wenn man bedenkt, dass ungefähr 70 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt auf die Heizung fallen, kann man durch richtiges heizen, auf jeden Fall Heizkosten sparen und CO2-Emissionen reduzieren.

Laut Umweltbundesamt entfallen ungefähr 60 Prozent unseres CO2-Ausstosses aufs Heizen und die Raumwärme macht rund drei Viertel des gesamten Energieverbrauchs in Haushalten aus, viel mehr als Strom. In Zeiten des Klimawandels und genereller Ressourcenknappheit ist daher jeder, auch ohne finanziellen Anreizen, gut beraten Energie nicht sinnlos zu verschwenden.

Außerdem ist falsches Heizen nicht nur schlecht für die Geldbörse, sondern in Extremfällen auch für Gesundheit und Bausubstanz: Man denke hierbei daran, dass sich Feuchtigkeit im Gebäude bilden kann und so langfristig Bau- und Gesundheitsschäden durch Schimmelbefall drohen kann.

Dabei helfen schon einfache Mittel: wie Fenster abdichten, Heizkörper isolieren, Stoßlüften, Heizung richtig einstellen etc. Damit kann man beim Heizen richtig viel Energie sparen – und gleichzeitig ein gesundes Raumklima erhalten.


Die 4 teuersten Fehler beim Heizen

Beim Heizen müssen mehr Dinge beachtet werden, als man vielleicht denkt. Deshalb kommt es immer wieder zu Fehlern, die bares Geld kosten. Hier die 4 häufigsten Fehler beim Heizen, die richtig teuer werden können.

  1. Fehler: Raumtemperatur falsch eingestellt
    Achten Sie darauf, dass in Ihren Räumen immer eine angemessene Temperatur vorherrscht und es nicht zu warm wird. Denn je höher die Temperaturen eingestellt sind, umso mehr Energie wird verbraucht. Pro Grad sparen Sie sich um die sechs Prozent der Heizkosten. Das subjektive Empfinden mag unterschiedlich sein. Wie hoch die optimale Raumtemperatur eines jeden Zimmers ist, dafür gibt es hierzulande Richtwerte. Danach müssen die Küche und das Schlafzimmer nicht über 20 Grad warm sein. 18 Grad reichen völlig aus, zumal es neben den Heizkörpern noch andere Wärmequellen wie den Herd oder den Kühlschrank gibt. Etwas wärmer dürfen Kinderzimmer und Arbeitszimmer sein. Auch das Bad darf nicht abkühlen, da die Gefahr der Schimmelbildung sehr schnell zunehmen kann. Die Richtwerte hierfür liegen bei 23 bis 24 Grad Celsius.
  2. Fehler: Wasserdruck nicht kontrolliert
    Wenn die Heizungsanlage ausfällt oder die Heizung nicht warm wird, könnte es sein, dass der Wasserdruck zu niedrig ist und die Pumpe deshalb nicht mehr richtig funktionieren kann. Bei älteren Anlagen springt dann eine rote Warnleuchte an und bei Neueren erscheint eine entsprechende Fehlermeldung im Display und die Heizung schaltet auf Störung. Spätestens jetzt ist es Zeit Wasser nachzufüllen, um den Druck wieder zu erhöhen, auch wenn es natürlich eigentlich besser ist, die Wassersäule regelmäßig zu kontrollieren, damit es gar nicht erst zu einer Störung kommt. Wie hoch der Systemdruck tatsächlich sein muss, hängt neben der Art der Heizungsanlage auch von der Größe des Gebäudes ab. In einem Einfamilienhaus kann man aber von einem Richtwert von zwischen 1,5 bis 2,0 bar ausgehen.
  3. Fehler: Schlecht entlüftete Heizung
    In Heizkörpern des Hauses kann sich Luft ansammeln, was sich deutlich an einem Blubbern in der Heizung bemerkbar macht. Befindet Luft im System, dann ist der Heizbetrieb eingeschränkt. Der Fehler beim Heizen liegt hier in der falschen Entlüftung. Das geht eigentlich recht einfach, indem man das seitliches Ventil am Heizkörper öffnet.
  4. Fehler: Heizung nicht warten lassen!
    Leider wird mit der Wartung der Heizung aus Kostengründen oft zu lange gewartet – in der Regel ist eine Untersuchung alle zwei Jahre fällig. Doch mit diesem Gedanken sparen Sie am falschen Ende. Denn eine Heizung, die nicht ordnungsgemäß funktioniert, kostet Sie am Ende mehr als die Wartung.

Fazit

Die Heizungsanlage bedienen ist eigentlich ganz einfach. Trotzdem oder gerade deswegen achten viele Menschen nicht auf vermeidbare Fehler, welche die Energiekosten erhöhen, die Umwelt negativ beeinflussen und zu Komforteinbußen führen können. Wenn man vor dem Start der Heizsaison die Heizung kontrolliert und wichtige Aspekte beachtet, kann viel Geld gespart werden.

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