Dachrinne vereist – was tun?

Dachrinne vereist – was tun?

Dachrinnenheizung beugt Eis am Dach vor

Wenn die Temperaturen im Winter unter den Nullpunkt gehen, frieren nicht nur wir Menschen, sondern auch das mühsame Eiskratzen auf Autoscheiben begleitet uns. Der Winter stellt uns vor verschiedene Herausforderungen: Eis, Schnee, Frost und den damit verbundenen Problemen.

So kann auch die Regenrinne vereisen und Eiszapfen können sich bilden. Dies birgt nicht nur große Gefahren für Passanten und Autos, sondern gravierende Folgeschäden auf der Fassade des Hauses können entstehen. Wenn es über mehrere Tage bzw. Wochen schneit und Kälte vorherrscht sind Dachrinnen und Fallrohre durch Eisbildung gefährdet. Durch die Gebäudewärme und die Sonneneinstrahlung, bildet sich Schmelzwasser, welches bei vereisten Dachrinnen nicht ablaufen kann. Eiszapfen bilden sich.

Haben Sie gewusst, dass Sie als Hausbesitzer dafür Sorge tragen, dass Passanten oder Fahrzeuge keiner Gefahr durch herabfallende Eiszapfen ausgesetzt sind?

Damit Sie Passanten und Ihr Haus vor Frostschäden bei der Dachrinne schützen, können Sie eine individuell geplante Dachrinnenheizung installieren. Reif, Glatteis und Schnee werden sofort wegschmelzen. Erfahren Sie hier mehr über die Dachrinnenheizung.


Funktion und Montage der Dachrinnenheizung

Dachrinnen und Fallrohre erfüllen nur den Zweck, wenn diese auch frei sind. Große Schneemengen und gefrierendes Tauwasser können diese verstopfen. Wenn dem anfallenden Schmelzwasser der Weg durch Schnee und Eis in den Dachrinnen versperrt wird, dann treten die bekannten Schäden wie gesprengte Abläufe, Eindringen von Wasser in das Gebäude, Beschädigung der Rinnen durch Schneeräumung etc. auf. Solche Probleme können durch den Einsatz einer Dachrinnenheizung behoben werden. Durch die gleichmäßig verteilte Wärme werden die Abläufe und Dachrinnen, trotz großen Schneemengen, auf der ganzen Rinnkanallänge frei. Das Schmelzwasser kann somit ablaufen.

Eine Dachrinnenheizung ist eine Heizvorrichtung, die in der Nähe des Ableitungssystems installiert wird. Zu empfehlen ist, dass die Dachrinnenheizung, welche entweder aus einem Heizband, einer Heizmatte oder einer Heizleiterschleife besteht, nur im Winter eingesetzt wird. Das Dachrinnensystem arbeitet eigenständig. Es lässt sich mit einem typischen Netzstecker mit dem Stromnetz verbinden und gibt bei hoher Feuchte Wärme ab, damit Schmelzwasser in der Dachrinne nicht gefriert, sondern einwandfrei ablaufen kann. Unterschiedliche Leistungen sind möglich (15 – 50 Watt pro Meter), wobei die Wärmeabgabe oft von selbst an die Bedingungen angepasst wird, um Strom zu sparen.

Die Erwärmung eines Heizkabels variiert bei gleicher Leistung je nach Umgebungstemperatur sowie Art und Wärmeleitfähigkeit des Materials, mit dem das Kabel in Verbindung steht.  Beispielsweise wird ein 25 W/m belastetes Kabel, das im Schnee bzw. Eiswasser liegt nur ca 5°C warm. Die gesamte Energie wird durch das Eiswasser kontinuierlich verbraucht. In trockener Dachrinne hingegen steigt die Temperatur des gleichen Kabels auf ca. 20 bis 40°C bei 0°C Lufttemperatur.

Es muss die Dachrinnenheizung so eingerichtet sein, damit Eis und Schnee schmelzen können. Geachtet muss hier vor allem auf die korrekte Dimensionerung der Leistung und die perfekte Regelung werden.

Die Montage der Heizmatten ist recht einfach. Denn je nach Größe der Rinne werden die Heizelemente einfach in Dachrinne und Fallrohr gelegt. Ist die Rinne besonders groß, ist die Dachrinnenheizung unter Umständen doppelt zu verlegen.


Kosten einer Dachrinne (Laufender Betrieb und Anschaffung)

Eine Dachrinnenheizung kann in Eigenleistung nachgerüstet oder bei einem Neubau gleich von vornherein berücksichtigt werden. 10 Meter Heizkabel kosten ungefähr 80 bis 100 Euro im Baumarkt. Was jedoch eine Dachrinnenheizung an Kosten während des Betriebes verursacht, kann man nicht genau sagen. Dies ist abhängig von der Leistung der Dachrinne und natürlich von der Dachrinnenlänge.

Beispielsweise verursacht eine 10 Meter beheizte Dachrinne bei einer Leistungsabgabe von 30 Watt pro Meter in einer Stunde ungefähr 80 Cent (10 Meter * 30 Watt pro Meter * 1 Stunde * 27 Cent pro Kilowattstunde = 81 Cent). Ist die Dachrinnenheizung im Winter ungefähr 3 Monate im Betrieb für jeweils 6 Stunden pro Tag, entstehen Kosten von ungefähr 45 €. Es muss mit Gesamtkosten von circa 90 € pro Haus und Jahr gerechnet werden.

Diese Kosten sind jedoch noch weitaus geringer als wenn tatsächlich Reparaturen an der Fassade oder bei den Dachrinnen anfallen. Man darf jedoch auch nicht auf mögliche Personenschäden vergessen.


Fazit

Jeder Hausbesitzer ist für die Pflege seines Daches bzw. der Dachrinnen verantwortlich. Sind Menschen durch Schneelawinen am Dach oder herunterfallende Eiszapfen gefährdet, haften die Hausbesitzer. Aber auch diverse Schäden an der Fassade etc. können durch Schnee und Eis am Dach bzw. der Dachrinne entstehen.

Damit Sie sich keine Sorgen machen müssen und mit der Schneeräumung und Enteisung des Daches konfrontiert sind, ist eine Dachrinnenheizung eine gute Möglichkeit. Diese muss nicht unbedingt von Fachmännern installiert werden, sondern Sie können die Kabeln, Matten bzw. Bänder ganz leicht selbst in der Dachrinne verlegen. Die Dachrinnenheizung verursacht keine hohen Kosten. Sie kann bei einem Neubau sofort eingebaut werden oder auch im Nachhinein. Haben Sie noch weitere Fragen zur Dachrinnenheizung, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

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